Aus einer Schrift aus dem Jahr 1160 geht hervor, dass in diesem Jahr ein Pfarrer – Heinrich von Stuhlfelden existierte – es war also schon 1160 ein Pfarrer hier!
Im Jahr 1215 hat Erzbischof Eberhard II das Bistum Chiemsee gegründet und um diesem neuen Bistum die nötigen Einkünfte zu verschaffen, hat er ihm mehrere Salzburger Pfarreien einverleibt: Bischofshofen, Zell am See und Stuhlfelden; die Zahl der zu haltenden Geistlichen wurde auf 5 festgesetzt. daraus ist zu ersehen, dass Stuhlfelden damals eine behäbige Pfarrei mit besseren Einkünften gewesen sein muss.
Während in anderen Orten der oberste Beamte den Titel Pfleger hatte, hieß
dieser in Stuhlfelden Kellner. Er hatte verschiedenen Einkünfte des Landesfürsten
einzuheben und die dazugehörige Gerichtsbarkeit auszuüben. Der Name
Kellner kommt wohl von den Weinlieferungen über den Felbertauern, die aus
dem Süden kamen, im Kellnhof eingelagert und von hier nach Salzburg gebracht
werden mussten.
Zu den ältesten Bauernlehen gehört Wilhelmsdorf, 1216 erwähnt,
heute zu verschiedenen kleinen Lehen aufgeteilt. Bam (Poum) ob Pirtendorf, das
Oellehen und das Gut auf dem Puhel in Pirtendorf; das Gut Pirtendorf (heute
Zehentner); Stuhlfeldner, heute Unterbäck, war der erste Hof im Dorfe,
ein freueugener Gut, das keinem fremden Gutherren unterstand; das Leithaus (Gasthof
Flatscher) hat Ekke von Velben von Andrä von Mittersill gekauft; Verwalterwirt,
späterer Sitz des Urbarsverwalter; Weyer, damals das erste Gasthaus im
Orte.
Eine Zierde von eigenartigem Reiz bildete für Stuhlfelden das Schloß Lichtenau. Es liegt mitten im Dorf, hat einen quadratischen Grundriß und 5 zierliche Ecktürmchen, umgeben von einem schönen Garten. 1503-1506 war es von den Brüdern Rosenberg, den Bergwerksherren des Pinzgaues erbaut worden. Im 17. Jh. verkauften die Rosenbergs das Schloß an die Herren von Törrung. Im Laufe der Jahre wechselte es häufig seinen Besitzer, aber die meisten haben, was wertvoll hier zu finden war, aus dem Schlosse weggetragen. 1930 übernahmen es die christlichen Schulbrüder und richteten darin eine Hauptschule mit Internat ein. 1960 kam es endlich in den Besitz der Kirche von Stuhlfelden und diente als Diözesanhaus für religiöse Veranstaltungen und Schulungen. Im Jahre 1978 wurde das Schloß von der Gemeinde Stuhlfelden gekauft, renoviert und revitalisiert. Seit 1980 befindet sich die Allgemeine Sonderschule für die Orte Hollersbach, Mittersill, Stuhlfelden, Uttendorf und Niedernsill dort. Das Schloss Lichtenau dient nun auch kulturellen Zwecken. |
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Das Heilbad Burgwies liegt hinter dem Schweizerhaus am Berghang und ist ein
Bad mit kalten Schwefel- und Eisenquellen. Diese Quellen müssen künstlich
erwärmt werden. Aus dem Jahre 1450 stammen die ersten Nachrichten von diesem
Haus. Im 18. Jh. wurde das Wasser ärztlich analysiert und als sehr gut
befunden.
KURMITTELANWENDUNG: Bäder, Zusatztherapien, Massagen
INDIKATIONEN: gesamter rheumatischer Formenkreis, Neuralgien und Frauenleiden.
Dem Brauchtum obliegt in Stuhlfelden besondere Pflege. Einige bekannte Bräuche sind z.B.:
Da noch nie eine offizielle Chronik für Stuhlfelden verfasst wurde, sind alle unten angeführten Angaben ohne Gewähr!
Unsere Bürgermeister bzw. Gemeindevorsteher:
| Gemeindevorsteher | |
| 1860 | Alois Enzinger |
| 1861 | Anton Wallner |
| 1889 | Matthias Lemberger |
| 1894 | Franz Brunner |
| 1897 | Johann Altenberger |
| 1900 | Alexander Altenberger |
| 1904 | Albert Dschulnigg |
| 1907 | Friedrich Embacher |
| 1910 | Johann Voithofer |
| 1913 | Johann Hainzer |
| Bürgermeister | |
| 1919 | Thomas Pletzer |
| 1922 | Johann Steiner |
| 1925 | Nikolaus Hacksteiner |
| 1928 | Alois Egger |
| 1931 | Johann Steiner |
| 1934 | Nikolaus Hacksteiner |
| 1938 | Peter Brandstätter |
| 1939 | Josef Egger |
| 1941 | Franz Hainzer |
| 1942 | Simon Scharler / Franz Altenberger |
| 1943 | Franz Hainzer |
| 1944 | Stv.Bgm. Anton Egger |
| 1944 | Johann Steiner |
| 1946 1949 1950 |
Fritz Embacher |
| 1952 | Alois Egger / Josef Hollaus |
| 1954 | Johann Steiner |
| 1962 | Franz Binder |
| 1968 | Johann Steiner |
| ab 2004 | Sonja Ottenbacher |